06.09.2018
Der 25-jährige Landtagskandidat Marco Meier verzichtet im Wahlkampf auf Papier, Kunststoff und Plastik

Meier kritisiert das Vorgehen der Politik als Steuerverschwendung und Verarsche gegenüber der Bevölkerung

In den letzten und auch in den kommenden Jahren finden jedes Jahr Wahlkämpfe in Deutschland statt. Im Bayerischen Landtagswahlkampf 2018 werden wieder mehrere Millionen Euro für Flyer, Plakate und Wahlgeschenke wie Kugelschreiber oder Luftballons ausgegeben.

Meier kritisiert: „Das ist Geld- und Steuerverschwendung und Verarsche pur gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern. Auf der einen Seite fehlt vielerorts beispielsweise das Geld für weitere unbedingt notwendige Kindergartenplätze oder ein Investitionsstau findet wegen Geldmangel statt. Auf der anderen Seite werden für diese Wahlkampfmaterialen mehrere Millionen Euro völlig sinn- und zwecklos ausgegeben.“

Meier fordert ein Umdenken der Politik, die Abschaffung der Parteienfinanzierung sowie eine finanzielle und organisatorische Obergrenze für Wahlkämpfe. „Die Politik sollte ein Vorbild für die Gesellschaft sein und das Bestmögliche für das Gemeinwohl herausholen. Die privaten Spenden von großen Unternehmen sollten lieber für Projekte und Investitionen eingesetzt werden, die der Gesellschaft auch etwas bringen.“

Doch was passiert eigentlich mit den ganzen Sachen? Die Flyer landen im Papierkorb, die Wahlgeschenke sind meist billig produziert, gehen kaputt oder sind nutzlos. Und die Plakate werden nach ein paar wenigen Wochen weggeschmissen. „Das hat überhaupt nichts mit Umwelt- und Klimaschutz zu tun“, so Meier.

Meier findet außerdem, dass die Großflächen-, Hohlkammer- und Papierplakate die schönen Städte und Gemeinden verunstalten. „Wenn ich seit Samstag beispielsweise durch die Städte Ansbach, Schwabach und Nürnberg oder durch Gemeinden auf dem Land fahre – das sieht ja schrecklich und grauenhaft aus.“

Die interessierten Bürgerinnen und Bürger könnten sich über Internet durch Homepages und durch die Social-Media-Kanäle informieren. Außerdem stellen die lokalen Zeitungen ausführlich die Direktkandidatinnen und Direktkandidaten vor, ist sich Meier sicher.

Meier gelang bei der Bundestagswahl 2017 im Stimmkreis Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen mit knapp 12.000 Erststimmen das beste Erststimmenergebnis für die Freien Wähler in Mittelfranken. Im Oktober kandidiert er bei den Landtagswahlen als Direktkandidat im Stimmkreis Schwabach/Nürnberg-Süd und als Listenkandidat bei den Freien Wählern auf Platz 11.